08.11.2011 : Lebensraum für Rohrdommel, Röhricht und Riedwiese

Seit 1994 gehört die Halbinsel Userriet in Fällanden zur Naturschutzzone I und ist damit streng geschützt. Mit dem Rückbau des Weges erhalten viele Tiere und Pflanzen nun den Platz, den sie benötigen.

Die Verordnung zum Schutz des Greifensee von 1994 regelt, wo Platz für Erholung und wo Platz für Pflanzen und Tiere ist. Im Zuge dieser Strategie sind zum Beispiel die Stege rund um die Fällanderbucht entstanden oder der Badeplatz aufgewertet worden. Durch den Rückbau des ehemaligen Bewirtschaftungsweges erhält nun auch die Natur ihr «Erholungsgebiet».

Gleichzeitig werden auch die Betonreste des alten Steges am Seeufer entfernt sowie Uferfaschinen zur Stabilisierung eingebracht. Somit entsteht eine grosse zusammenhängende Fläche mit Riedwiesen und Röhricht von der Bucht bis zur Glatt. Viele – vor allem störungsempfindliche Vögel wie die Rohrdommel (die sich im kleinen Bild sehr gut versteckt) oder der Kiebitz – sind auf solche Gebiete angewiesen. Das Betreten der Halbinsel ist deshalb verboten! Die Bucht darf weiterhin vom 1. Mai bis 30. September mit Booten befahren und zum Baden und Schwimmen von der Erholungszone her genutzt werden.

Die Renaturierung ist ein gemeinsames Projekt der Greifensee-Stiftung, der Fachstelle Naturschutz (FNS) des Kantons Zürich und der Gemeinden Fällanden. Die Arbeiten haben diese Woche begonnen und werden durch SKW AG Garten und Landschaft, Bubikon, ausgeführt.

Greifensee-Stiftung: Rückbau Userriet Fällanden

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